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Wer ist von einer Kürzung bzw. Streichung betroffen?

Natürlich Berufspendler mit einem langen Weg zur Arbeit. Auch Wochenendheimfahrer, die irgendwo in Deutschland, weit weg von zu Hause den Unterhalt für ihre Familie verdienen. Mit der Kürzung der Pauschale soll natürlich auch in gewisser Weise in die Wohnungs- und Siedlungspolitik eingegriffen werden, Wohn- und Arbeitsort soll so nah beieinander liegen, wie nur möglich. Alles schön und gut - auf dem Papier. Wenn man sich aber mal die Situation in den neuen Bundesländern zu Gemüte führt, bröckelt diese Theorie ganz erheblich. Es fehlt ganz einfach an Industrie um sich im Osten auf die Schnelle einen gesicherten Arbeitsplatz, 10min von zu Hause, zu suchen. Man schaue sich doch nur mal die Autobahnen A2, A4, A5, A9 an. Jeden Freitag pünktlich zum Feierabend Stau gen Osten. Am Sonntag Abend das gleiche Spiel, diesmal gen Westen. Das sind alles Menschen: Arbeiter, Handwerker, Gewerbetreibende, Ingenieure, die täglich, oder wöchentlich eine weite Strecke auf sich nehmen. Eine Kürzung, oder Streichung bedeutet doch einen wirtschaftlichen Verlust, der ohne finanziellen Ausgleich nicht zu verkraften ist. Da helfen auch keine Senkungen der Steuersätze, das ist für diese Menschen nur Peanuts im Vergleich zu einer Streichung der Pendlerpauschale! Was sollen diese Menschen dann tun? In den Westen ziehen? Armer Osten! Wir reden ja nicht von ein paar hundert, es sind tausende, hunderttausende Frauen und Männer im erwerbsfähigen Alter.

So lange die Politiker nicht in der Lage sind, vernünftige Grundlagen für langfristige Investitionen in strukturschwache Gegenden, insbesondere den neuen Bundesländern, zu schaffen, brauchen wir die Pendlerpauschale.